Die Internationalen Filmfestspiele Berlin trauern um Alain Resnais

Alain Resnais, einer der renommiertesten Autorenfilmer des europäischen Kinos und einer der Gründungsväter der „Nouvelle Vague“, ist am Wochenende im Alter von 91 Jahren nach langer schwerer Krankheit gestorben.

Alain Resnais war zahlreiche Male ins Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin eingeladen und gewann insgesamt drei Silberne Bären: 1994 für SmokingNo Smoking, 1998 für Das Leben ist ein Chanson (On connait la chanson), der zudem als herausragender Beitrag zur Filmkunst unserer Zeit gewürdigt wurde, sowie zuletzt vor zwei Wochen für Aimer, boire et chanter, sein jüngstes und letztes Werk, das bei der 64. Berlinale im Wettbewerb lief.

Aimer, boire et chanter erhielt einen Silbernen Bären, den „Alfred-Bauer-Preis für einen Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet“. Leider konnte Alain Resnais die Auszeichnung nicht mehr selbst entgegennehmen.

„Wir trauern um einen großen Künstler und Erneuerer des Kinos und um einen radikalen Regisseur, der u.a. mit Nacht und Nebel und Hiroshima, mon amour an die politischen und menschlichen Gräuel des 20. Jahrhunderts erinnerte“, sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick.

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Die Panorama Publikums-Preise gehen an “Difret” und “Der Kreis”

Das Publikum hat abgestimmt: Der 16. Panorama Publikums-Preis, verliehen von der Berlinale-SektionPanorama in Zusammenarbeit mit radioeins vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und dem Stadtmagazin tip Berlin, geht im Bereich Spielfilm an Difret. Bei den Dokumentarfilmen gewinnt Der Kreis.

Die offizielle Preisverleihung findet am Berlinale-Publikumstag, Sonntag, 16. Februar, um 17.00 Uhr im CinemaxX 7 am Potsdamer Platz statt.
Den Preis übergeben Panorama-Leiter Wieland Speck, radioeins-Programmmanagerin Dorothee Hackenberg und tip-Berlin-Chefredakteurin Stefanie Dörre. Durch die Veranstaltung führt radioeins-Filmexperte Knut Elstermann. Der Preisträger-Spielfilm wird direkt im Anschluss an die Preisverleihung gezeigt, der ausgezeichnete Dokumentarfilm um 20.00 Uhr, ebenfalls im CinemaxX 7.

Der Panorama Publikums-Preis wird seit 1999 verliehen. Seit 2011 werden sowohl der beste Spielfilm als auch der beste Dokumentarfilm geehrt. Der Preis wird in diesem Jahr zusammen mit einer neuen Preisstatue verliehen.

Während der Berlinale waren die Kinobesucher aufgerufen, per Stimmkarte im Kino bzw. im Internet die Filme der Sektion Panorama zu bewerten. Insgesamt wurden über 31.000 Stimmen abgegeben und ausgewertet.

Das Panorama präsentierte in diesem Jahr 52 Langfilme aus 34 Ländern, davon 16 in der ReihePanorama Dokumente.

Panorama Publikums-Preis Gewinner – Spielfilm 2014:

Difret
Äthiopien 2013
Regie: Zeresenay Berhane Mehari

2. Platz Panorama Publikums-Preis – Spielfilm 2014:
Hoje eu quero voltar sozinho (The Way He Looks)
Brasilien 2014
Regie: Daniel Ribeiro

3. Platz Panorama Publikums-Preis – Spielfilm 2014:
Patardzlebi (Brides
Georgien / Frankreich 2014
Regie: Tinatin Kajrishvili

Panorama Publikums-Preis Gewinner – Dokumentarfilm 2014:

Der Kreis
Schweiz 2014
Regie: Stefan Haupt

2. Platz Panorama Publikums-Preis – Dokumentarfilm 2014:
Finding Vivian Maier
USA 2014
Regie: John Maloof & Charlie Siskel

3. Platz Panorama Publikums-Preis – Dokumentarfilm 2014:
Meine Mutter, ein Krieg und ich 
Deutschland 2014
Regie: Tamara Trampe & Johann Feindt

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Glanzvoller Abschluss der Berlinale 2014 und neuer Zuschauerrekord

Zehn Tage zeigte die Berlinale die kreative Kraft und Vielfalt des Kinos und lud zu zahlreichen Diskussionen und Publikumsgesprächen über die siebte Kunst ein. Der Publikumsansturm erreichte mit 330.000 verkauften Karten einen neuen Rekord in der 64-jährigen Geschichte des Festivals.

Mit der Preisverleihung am Samstag, 15. Februar gehen die 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin glanzvoll zu Ende. Ab 19:00 Uhr werden bei der festlichen Abschlussgala im Berlinale Palast die Gewinner des Goldenen und der Silbernen Bären, des Goldenen und des Silbernen Kurzfilm-Bären sowie des Preises Bester Erstlingsfilm bekannt gegeben. Als Abschlussfilm wird nach der Preisverleihung der Gewinner des Goldenen Bären gezeigt.

Festivaldirektor Dieter Kosslick und die Internationale Jury unter dem Vorsitz von James Schamus werden die Preise überreichen. Moderiert wird die Zeremonie erneut von Anke Engelke, der Fernsehsender 3sat überträgt die Gala ab 19:00 Uhr live. Ebenso ist die Preisverleihung auf www.berlinale.de als Live-Stream zu sehen.

Rund 1600 Gäste werden zur Preisverleihung erwartet, darunter neben den Mitgliedern der Internationalen Jury – James Schamus, Barbara Broccoli, Trine Dyrholm, Mitra Farahani, Greta Gerwig, Michel Gondry, Tony Leung und Christoph Waltz – Meret Becker, David Bennent, Christian Berkel, Alexander Beyer, Hans-Christoph Blumenberg, Christopher Buchholz, Denis Dercourt, Maria Dragus, Hannelore Elsner, Martina Gedeck, Michael Gwisdek, Klaus Hoffmann, Marc Hosemann, Burghart Klaußner, Wolfgang Kohlhaase, Lisa Martinek, Jacob Matschenz, Maxim Mehmet, Nazif Mujic, Jana Pallaske, Jeanine Meerapfel, Helke Misselwitz, Franziska Petri, Christian Petzold, Moritz Rinke, Helma Sanders-Brahms, Andrea Sawatzki, Frieder Schlaich, Volker Schlöndorff, Maria Schrader, Katharina Schüttler, Jasmila Žbanić u.v.m.

Auch Vertreter der Politik haben ihr Kommen angekündigt, u.a. der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit, der Bürgermeister von Paris Bertrand Delanoë, die Vizepräsidentinnen des Deutschen Bundestages Edelgard Bulmahn und Claudia Roth, der Kanzleramtsminister für Medien und Kultur der Republik Österreich, Josef Ostermayer, der Präsident des Abgeordnetenhauses Ralf Wieland, Ihre Exzellenzen, die Botschafter von Argentinien, Brasilien, Dänemark, Italien, Österreich, Spanien, Uruguay und der Volksrepublik China sowie zahlreiche Mitglieder der Bundesregierung und des Berliner Senats.

Zu den zahlreichen Stars, die während der Berlinale über den Roten Teppich schritten, gehörten u.a. Wes Anderson, Patricia Arquette, Bob Balaban, Christian Bale, Karl Baumgartner, Moritz Bleibtreu, Hugh Bonneville, Pierce Brosnan, Yvonne Catterfeld, Nick Cave, George Clooney, Toni Collette, Jennifer Connelly, Bradley Cooper, Matt Damon, Catherine Deneuve, Jean Dujardin, America Ferrera, Ralph Fiennes, Christophe Gans, Bruno Ganz, Brendan Gleeson, Jeff Goldblum, John Goodman, Benjamin Heisenberg, Hannah Herzsprung, Nick Hornby, Diane Kruger, Shia LaBeouf, Mélanie Laurent, Richard Linklater, Ken Loach, Andie MacDowell, Viggo Mortensen, Cillian Murphy, Bill Murray, Edward Norton, Aaron Paul, Michael Peña, Alain Resnais, Tony Revolori, Sam Riley, Saoirse Ronan, Martin Scorsese, Léa Seydoux, Stellan Skarsgård, Christian Slater, Patti Smith, Florian Stetter, Tilda Swinton, Uma Thurman, Lars von Trier, Jürgen Vogel, Hugo Weaving, Forest Whitaker und Yoji Yamada.

Der Zuschaueransturm war auch beim diesjährigen Festival überwältigend – die Rekord-Vorjahreszahl wurde noch übertroffen: Insgesamt wurden rund 330.000 Eintrittskarten verkauft. Eine Bereicherung für Publikum und Fans war das vielfältige Angebot der neu geschaffenen Audi Berlinale Lounge vor dem Berlinale Palast: Über 30 öffentliche Veranstaltungen wie Q&As mit den Teams der Wettbewerbsfilme und Diskussionen aus den Berlinale-Sektionen zogen zahlreiche Besucher an.

Auch für das leibliche Wohl der Festivalbesucher wurde gesorgt: Erstmals wurde in Kooperation mit der Markthalle Neun mitten im Festivalzentrum am Potsdamer Platz Street Food angeboten. Das vielfältige kulinarische Angebot der sechs Food Trucks, die in der Joseph von Eichendorff-Gasse Station machten, wurde begeistert angenommen.

Am Berlinale Kinotag, am Sonntag, 16. Februar 2014, gibt es für das Publikum noch eine Zugabe: Zahlreiche Festivalfilme aus den verschiedenen Sektionen werden in den Berlinale-Spielstätten wiederholt.

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Gläserne Bären und Preise des Deutschen Kinderhilfswerkes bei Generation Kplus

Die Mitglieder der Kinderjury Generation Kplus

Charlotte Dammasch
Lara Kläffling
Fabian Krüger
Fiona Lukas
Daria Rabes
Zoe Rentmeister
Lilly Rinklebe
Quinten Samrotzki
Jan-Hendrik Schmahl
Cosmo Schüppel
Janek Sommerfeldt

vergeben die folgenden Preise:

Gläserner Bär für den Besten Film: 
Killa
von Avinash Arun, Indien 2014
Der Film hat uns in jederlei Hinsicht überzeugt: mit seiner guten Kameraführung und den super Schauspielern, aber auch durch seine unglaublich schönen Naturbilder, die mit der Musik harmonierten. Wir bekamen Lust, Indien zu entdecken.

Lobende Erwähnung: Hitono Nozomino Yorokobiyo
von Masakazu Sugita, Japan 2013
Aus so vielen wunderbaren Filmen hat uns einer besonders berührt und mitgerissen. Durch die fantastischen Schauspieler, vor allem die grandiosen Kinderdarsteller, konnten wir uns in die Erlebnisse hineinfühlen und waren sogar zu Tränen gerührt. Bis ins kleinste Detail passte in dieser Geschichte alles zusammen.

Gläserner Bär für den Besten Kurzfilm:
Sprout
von Ga-eun Yoon, Republik Korea 2013
Ein Kind begibt sich auf ein Abenteuer durch seine Stadt, um zu beweisen, dass es nicht mehr zu klein ist. Durch alltägliche und doch seltsame Begegnungen, sammelt das Mädchen auf dem Weg viele Erfahrungen. Die Geschichte, und wie sie erzählt wurde, hat uns sehr berührt.

Lobende Erwähnung: Sepatu Baru
von Aditya Ahmad, Indonesien 2013
Wir sahen eine berührende Geschichte über ein Mädchen, das sich von ganzem Herzen wünscht, dass es aufhört zu regnen. Mit gelungenen Bildern brachte uns dieser Film die Tradition eines weit entfernten Landes nahe.

Die Mitglieder der Internationalen Jury von Generation Kplus

Christian Bellaj
Boudewijn Koole
Catriona McKenzie

vergeben die folgenden Preise:

Großer Preis der Internationalen Jury von Generation Kplus für den besten Langfilm, im Wert von € 7.500, gestiftet vom Deutschen Kinderhilfswerk:
Ciencias Naturales
von Matías Lucchesi, Argentinien / Frankreich 2014
Dieser Film zeigt uns eine reine, konzentrierte und unsentimentale Reise zur Identität. Er erzählt eine fesselnde Geschichte mit wunderbaren Darstellern und einer eindeutigen Vision. Stark in seiner Schlichtheit, berührte der Film unsere Herzen.

Lobende Erwähnung: Killa 
von Avinash Arun, Indien 2014
Eine wunderschön gefilmte Geschichte über die Herausforderungen, ein Junge zu sein. Der Film hat ein großartiges Tempo und Rhythmus. Ohne Rückgriff auf ein einziges Klischee gaben uns die jungen Hauptdarsteller das Gefühl, mit ihren Figuren unmittelbar vor Ort dabei zu sein.

Spezialpreis der Internationalen Jury von Generation Kplus für den besten Kurzfilm, im Wert von € 2.500, gestiftet vom Deutschen Kinderhilfswerk:
Moy lichniy los’
von Leonid Shmelkov, Russische Föderation 2013
Ein verschmitzter Blick auf das menschliche Dasein, geschickt erzählt und mit einzigartigem Humor. Dieser Film zeugt von großer Handwerkskunst und Herz.

Lobende Erwähnung: el
von Roland Ferge, Ungarn 2013
Diese elegante und in der Formensprache künstlerische Vision bringt ihre Bedeutung weit jenseits der Grenzen des Films zum Schwingen. Ein visuelles Gedicht!

Preisverleihung und Vorführung des Preisträgerfilms heute um 15.30 Uhr im Haus der Kulturen der Welt, Kino 1.

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Gläserne Bären und Preise der Bundeszentrale für politische Bildung bei Generation 14plus

Die Mitglieder der Generation 14plus Jugendjury

Simon Kalmbach
Luca Kokol
Karla Laitko
Leonie Mo Munder
Paula Noack
Nicola Scholz
Florian Stündel

vergeben die folgenden Preise:

Gläserner Bär für den Besten Film: 52 Tuesdays
von Sophie Hyde, Australien 2013
Eine außergewöhnliche Situation, die uns doch ganz nahe kam. Der diesjährige Gewinnerfilm ist überraschend und berührend. Es ist ein Film über Familie und Identitätssuche, in dem die Protagonisten trotz aller Konflikte stets durch ihre Liebe zueinander verbunden bleiben. Die bewegende Geschichte wird hierbei in einem faszinierenden Rahmen erzählt und besticht durch starke Charaktere, Witz, clevere Ideen und viel Feingefühl.

Lobende Erwähnung: ärtico
von Gabri Velázquez, Spanien 2014
Dieser Film hat es mal ganz anders gemacht. Auf eine einzigartige Art verbindet dieser Film Sätze, Rhythmus, Ton und Handlung zu einem Gesamtbild. Von starken Motiven unterstützt entwickelte er seine ganz eigene Filmsprache und beindruckte uns damit.

Gläserner Bär für den Besten Kurzfilm: Mike
von Petros Silvestros, Großbritannien 2014
Wir haben uns für einen Kurzfilm entschieden, der es schafft, dem Zuschauer innerhalb weniger Minuten eine komplexe Thematik zu verdeutlichen. Der Film schafft einen Rahmen, den der Zuschauer noch selbst mit eigenen Vorstellungen füllen kann und zum Nachdenken anregt. Mit geschickten Bildern präsentiert dieser Film eine Geschichte, die eine unerwartete Wendung nimmt.

Lobende Erwähnung: Emo (the musical)
von Neil Triffett, Australien 2013
Gelobt wird dieses Jahr ein Film, der mit überraschender und wohltuender Leichtigkeit den Konflikt der Gruppenidentifikation behandelt. Er begeisterte uns mit einem Feuerwerk an Witz und Melodien, nahm sich selbst auf die Schippe, wurde dabei aber nie lächerlich.
Die Mitglieder der Internationalen Jury von Generation 14plus

Laura Astorga Carrera
N. Bird Runningwater
Jan Soldat

vergeben die folgenden Preise:

Großer Preis der Internationalen Jury von Generation 14plus für den besten Langfilm, im Wert von € 7.500, gestiftet von der Bundeszentrale für Politische Bildung: Violet 
von Bas Devos, Belgien / Niederlande 2013
Für seine abstrakte Erkundung der Gefühle nach einem tragischen Todesfall und für ein in Kamera, Ton und Erzählweise exquisites Filmwerk vergibt die Jury ihren Großen Preis für den besten Langfilm an Violet von Bas Devos.

Lobende Erwähnung: Einstein and Einstein
von Cao Baoping, Volksrepublik China 2013
Im Moment, da ihre Familie einen sehnlichst erwarteten Sohn begrüßen kann, wird auf hintergründige Weise die komplexe emotionale Gefühlswelt eines jugendlichen Mädchens entfaltet. Dieses Familiendrama enthüllt Schicht für Schicht die Geschlechterverhältnisse im heutigen China.

Spezialpreis der Internationalen Jury von Generation 14plus für den besten Kurzfilm, im Wert von € 2.500, gestiftet von der Bundeszentrale für Politische Bildung: Vetrarmorgun
von Sakaris Stórá, Färöer 2013
In einer kleinen, isolierten Inselgemeinschaft im nördlichen Atlantik erheben sich zwei Mädchen gegen das Unheil der Stigmatisierung. Für seine ehrliche und bittere Darstellung der Beziehungen zwischen diesen beiden besten Freundinnen verleiht die Jury den Spezialpreis für den besten Kurzfilm anVetrarmorgun von Sakaris Stórá.

Lobende Erwähnung: Søn
von Kristoffer Kiørboe, Dänemark 2013
Mit Präzision in der Regieführung und beeindruckender schauspielerischer Leistung vergegenwärtigt uns dieser Film auf sehr zärtliche Weise, wie es ist, zwischen seinen geschiedenen Eltern gefangen zu sein.
Preisverleihung und Vorführung des Preisträgerfilms heute um 19.30 Uhr im Haus der Kulturen der Welt, Kino 1.

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Berinale Talents 2014: Die Kunst, Geschichten anders zu erzählen

Unter dem Motto „Ready to Play? Breaking the rules“ fand vom 8. bis 13. Februar zum zwölften MalBerlinale Talents mit 300 ausgewählten Talenten und 150 Experten im HAU Hebbel am Ufer in Berlin statt.

Berlinale Talents 2014 fokussierte sich auf die Kunst des Geschichtenerzählens und den spielerischen und innovativen Umgang mit Stoffen. Prominente Drehbuchautoren und Regisseure wie Michel Gondry (Vergiss mein nicht), James Schamus (Gefahr und Begierde), Greta Gerwig (Frances Ha), Tony Grisoni (Angst und Schrecken in Las Vegas), Claudia Llosa (Aloft), Răzvan Rădulescu (Mutter und Sohn), Diego Luna (César Chávez), Maren Ade (Alle anderen), Christian Petzold (Barbara) sowie Benjamin Heisenberg (Über-Ich und Du) teilten ihre Erfahrungen mit den Talenten. Production Designer Adam Stockhausen (Grand Budapest Hotel), Sound Designer Eugene Gearty (Hugo Cabret) und Schauspielerin Nina Hoss (Barbara) sprachen darüber, wie sie in enger Zusammenarbeit mit anderen dazu beitragen, vielschichtige Geschichten und lebendige Charaktere zu kreieren. Auch serielle Formate wurden diskutiert: Showrunner Neil Jordan (Die Borgias – Sex. Macht. Mord. Amen.) und Produzentin Martha De Laurentiis (Hannibal) betonten die Wichtigkeit, sich immer wieder selbst zu fordern und Neues in die eigene Arbeit einzubringen. „Es kommt darauf an, eine neue Filmsprache zu entwickeln – ganz gleich, ob beim Schreiben, Regie führen oder im Schnitt. Junge Filmschaffende bringen innovative Ideen mit und das ist der Grund, warum gerade diese in unserer Filmindustrie gefördert werden müssen“, so De Laurentiis.

Von Canon unterstützt, bot Berlinale Talents erneut ein hochkarätiges Angebot an Kameraworkshops an. Neben Franz Lustig (How I Live Now), Stefan Ciupek (Blue Desert) und Christopher Doyle (In the Mood for Love) gab auch Agnès Godard (Beau Travail) in einer Masterclass Einblick in ihre Arbeitsweise und sprach über die enge Zusammenarbeit mit Claire Denis und Ursula Meier, über die Kraft der Bilder und deren Rolle im Storytelling-Prozess. „Bilder für sich selbst existieren nicht, sie sind zentraler Bestandteil des Geschichtenerzählens“, so Godard.

Ein voller Erfolg war der „Berlinale Talents Market Hub“ auf dem European Film Market (EFM). Die von Canon geförderte Initiative entwickelte sich zur beliebten Anlaufstelle und zu einem Treffpunkt für die zehn eingeladenen Verleiher sowie andere Talente und zog zahlreiche Marktbesucher an. Zur Eröffnung besuchte Kulturstaatsministerin Monika Grütters gemeinsam mit Festivaldirektor Dieter Kosslick und EFM-Direktorin Beki Probst den Stand.

Im Rahmen des Talent Project Markets wurde der mit 10.000 Euro dotierte VFF Talent Highlight Pitch Award an Bavo Defurne aus Belgien für sein Projekt Souvenir verliehen. Die mit jeweils 1.000 Euro dotierten Nominierungspreise gingen an Kaleena Kiff aus Kanada (The Long Midnight of Barney Thomson) und Ása Hjörleifsdóttir aus Island (The Swan).

Die Teilnehmer des Sound Studios bekamen 2014 die Chance, das Sounddesign für einen Policy Trailer für Dolby® Atmos zu kreieren, der international in Dolby® Atmos Kinos eingesetzt werden soll. Ausgewählt wurde die Bewerbung der russischen Sounddesignerin Yulia Glukhova, die nun zu Dolby® nach Wootton Bassett in England eingeladen ist, um die Tonmischung in Dolby® Atmos zu vollenden.

Die Robert Bosch Stiftung verlieh während Berlinale Talents den Filmförderpreis für internationale Zusammenarbeit. Die drei Filmteams wurden je mit einem Filmförderpreis der Robert Bosch Stiftung für ihre Projekte in den Kategorien „Animation” (Manivelle-Memories of the Man of Tomorrow, Libanon / Deutschland), „Dokumentarfilm“ (Possessed by Djinn, Jordanien / Deutschland) und „Kurzspielfilm“ (Dry Hot Summers, Ägypten / Deutschland) ausgezeichnet. Die Preise sind jeweils mit bis zu 60.000 Euro dotiert.

Fotos, Informationen und aktuelle Berichterstattung finden Sie unter: www.berlinale-talents.de.

Berlinale Talents ist eine Initiative der Internationalen Filmfestspiele Berlin, ein Geschäftsbereich der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, in Kooperation mit MEDIA – Trainingsprogramm der Europäischen Union, Robert Bosch Stiftung, Medienboard Berlin-Brandenburg und Canon.

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Verleihung des Goldenen Ehrenbären an Ken Loach

Ehrenbär Ken Loach
Ken Loach und der tschechische Regisseur Jiří Menzel/
©Berlinale

Unter Standing Ovations haben die 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin dem britischen Regisseur Ken Loach den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk verliehen.

Die Verleihung des Goldenen Ehrenbären fand gestern Abend um 22:00 Uhr im Berlinale Palast statt. Die Laudatio hielt der tschechische Regisseur Jiří Menzel.

Nach der Preisverleihung wurde Ken Loachs Raining Stones (1993) gezeigt. Der Spielfilm, angesiedelt in der Umgebung von Manchester, erzählt von einem höchst vitalen Überlebenskünstler, der als arbeitsloser Vater um Würde kämpft und nichts unversucht lässt, um für seine Tochter ein Erstkommunionskleid zu kaufen.

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World Cinema Fund Day am Mittwoch, 12. Februar 2014

Der WCF lädt alle WCF-Freunde sowie internationale Branchen- und Pressevertreter zum WCF-Day am 12. Februar 2014 ein.

Nach der Begrüßung durch Festivaldirektor Dieter Kosslick sowie die WCF-Projektmanager Sonja Heinen und Vincenzo Bugno wird Jorge Sánchez, Direktor des Instituto Mexicano de Cinematografía, den IMCINE-Award vorstellen. Dieser neue Preis beim WCF wird im Lauf der nächsten drei Jahre vom IMCINE direkt  an alle mexikanischen Filme vergeben, die vom World Cinema Fund mit einer Förderung bedacht werden. Der IMCINE-Award ist mit 15.000 Euro dotiert.

Im Anschluss an die Präsentation finden zwei Podiumsdiskussionen des WCF statt (in englischer Sprache).

Ort: Filmhaus Berlin – Potsdamer Str. 2
Publikumseinlass gemäß den Platzkapazitäten, Priorität für Akkreditierte

11:45 Uhr Begrüßung und Vorstellung des IMCINE-Award

12:00 Uhr Paneldiskussion:
Forever young / Argentinian Cinema of the XXI Century
Artistic Profile, Content, Production and Co-Operation

Teilnehmer:
Celina Murga (Regisseurin, La tercera orilla, BerlinaleWettbewerb 2014), Benjamin Naishtat (Regisseur, Historia del miedo, Berlinale Wettbewerb 2014), Diego Lerer (Filmkritiker, Argentinien), Hernán Musaluppi (Produzent, Argentinien), Peter Rommel (Produzent, Deutschland)

Moderation: Vincenzo Bugno, WCF

13:00 Uhr Paneldiskussion:
History and Innovation Fit Together
Retrieving Film History in WCF Countries: Conditions, Needs, Technical Solutions

Teilnehmer:
Frédéric Maire (Cinématèque Suisse), Lorna Tee (Produzentin, Malaysia / Hong Kong), Tamer El Said (Regisseur, Kurator, Ägypten), Viola Shafik (Regisseurin, Filmwissenschaftlerin, Ägypten / Deutschland), Chalida Uabumrungjit (Stellvertretende Direktorin, Filmarchiv, Thailand)

Moderation: Vincenzo Bugno, WCF

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Fulminanter Start der Berlinale 2014 für Festival und European Film Market

Nach einem fulminanten Start mit dem Eröffnungsfilm Grand Budapest Hotel von Wes Anderson ging es in den nächsten Tagen mit einem großen Staraufgebot weiter: Bob Balaban, Christian Bale, Moritz Bleibtreu, Hugh Bonneville, Pierce Brosnan, Nick Cave, Toni Collette, George Clooney, Bradley Cooper, Matt Damon, Jean Dujardin, Ralph Fiennes, Bruno Ganz, Brendan Gleeson, Jeff Goldblum, John Goodman, Hannah Herzsprung, Nick Hornby, Diane Kruger, Shia LaBeouf, Bill Murray, Edward Norton, Aaron Paul, Tony Revolori, Sam Riley, Saoirse Ronan, Stellan Skarsgård, Christian Slater, Florian Stetter, Tilda Swinton, Uma Thurman, Lars von Trier, Jürgen Vogel, Hugo Weaving und Forest Whitaker waren beim Festival zu Gast.

Als besonderes Highlight präsentierte die Berlinale am Sonntag die Uraufführung der digital restaurierten Fassung von Robert Wienes Meisterwerk Das Cabinet des Dr. Caligari in der ausverkauften Berliner Philharmonie.

Mit Lars von Triers Nymphomaniac Volume I sorgte am Wochenende ein weiterer Publikumsmagnet für viel Gesprächsstoff. Der Regisseur nahm zwar nicht an der Pressekonferenz teil, präsentierte den Film aber mit seinem Team bei der Premiere im Berlinale Palast.

Der Besucherandrang bei den 64. Internationalen Filmfestspielen Berlin ist erneut überwältigend. Bereits zur Mitte des Festivals wurden 250.000 Tickets verkauft. Ein großer Teil der Tickets wurde über den neuen Service print@home ausgedruckt, der von den Zuschauern begeistert aufgenommen wurde.

„Wir freuen uns über volle Kinosäle und neugierige Besucher, die auch in diesem Jahr wieder voller Begeisterung auf filmische Entdeckungsreisen gehen und die Berlinale zu diesem ganz besonderen Ereignis machen“, so Festivaldirektor Dieter Kosslick.

Auch der European Film Market (EFM) floriert. Die internationale Handelsplattform des größten Publikumsfestivals der Welt präsentiert sich mit wachsenden Aussteller- und Besucherzahlen und regem Publikumsverkehr an den beiden Ausstellungsorten Martin-Gropius-Bau und Marriott Hotel. „Das belebende Frühlingswetter ist auch im Markt spürbar – die Leute sind optimistisch, die Stimmung ist gut und es herrscht geschäftiges Treiben“, bilanziert EFM-Direktorin Beki Probst. Sehr große Resonanz erfahren auch die täglichen „Match-making“ und Informationsveranstaltungen der EFM-Initiativen „Meet the Docs“ und „American Independents in Berlin“. Sehr erfolgreich gestartet ist die neue Initiative „Berlinale Talents Market Hub“ im Martin-Gropius-Bau. Monika Grütters, die neue Staatsministerin für Kultur und Medien, würdigte die Bedeutung des EFM mit einem Marktrundgang gemeinsam mit Festivaldirektor Dieter Kosslick, EFM-Direktorin Beki Probst und EFM-Co-Direktorin Andrea Kaul.

Die Teilnehmerzahl bei den EFM Industry Debates erreichte im achten Jahr einen neuen Höchststand. Besonders rege war das Interesse am Samstag beim Panel „Producers‘ lessons learned“. Vor vollem Haus diskutierten am Montag bei der Diskussionsveranstaltung „The Changing Market“ Breaking Bad-Produzent Mark Johnson, Produzent Nico Hofmann, Christina Rogers von Magnolia Pictures, Watchever-CEO Stefan Schultz u.a. die radikalen Veränderungen, die der technologische Fortschritt für Medieninhalte und -plattformen mit sich bringt, und die daraus entstehenden neuen Geschäftsmodelle und Distributionsstrategien.

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Digital Cinema auf der 64. Berlinale

Wie schon in den vergangenen Jahren stellt die Digitalisierung der Kinobranche die Berlinale erneut vor enorme technische und logistische Herausforderungen.

Nachdem die Digitalisierung (Roll-out) der Kinos weitestgehend abgeschlossen ist, erweist sich besonders die Distribution der Filme mit immer größer werdenden Datenmengen als eine der größten Aufgaben für das Festival. Erstmals werden auf der Berlinale alle digitalen Vorführungen im Digital Cinema Format (DCP) gezeigt und dafür bei Bedarf vorab in dieses Format gewandelt.

Der digitale Anteil der rund 2.500 Filmvorführungen, die während des Festivals und auf dem European Film Market gezeigt werden, wird damit bei über 95% liegen.

Mit Colt, EMC, Barco, Dolby, Doremi, DVS und VIDI unterstützen dieses Jahr sieben Unternehmen die Berlinale im Bereich Digital Cinema.

Während der Bedarf an Digitalprojektoren durch das abgeschlossene Roll-out erstmals sinkt, steigt der Bedarf an schnellen Datenleitungen und an Speichersystemen weiter stark an. Im Vorfeld des Festivals mussten daher viele technische und logistische Prozesse überdacht und angepasst werden. Um den gestiegenen Bedarf zu decken, verbindet der Glasfaser-Spezialist Colt alle ständigen Berlinale-Spielstätten sowohl mit dem Berlinale-Rechenzentrum im Film-Office am Potsdamer Platz als auch mit dem Colt-Rechenzentrum in Berlin. Für die Übertragungen von Filmen steht damit 2014 eine Bandbreite von zusammen über 75 GBit/sek zur Verfügung. Erstmals nutzt die Berlinale auch Colocation-Flächen im Colt-Rechenzentrum, um dort einen Hochleistungsspeicher des Storage Experten EMC betreiben zu können. EMC liefert zur zentralen Speicherung aller Filmdaten einen Isilon Storage Cluster mit insgesamt 400 TB Speicherkapazität.

Um die in den unterschiedlichsten Formaten angelieferten Filme in das Kinoformat DCP übertragen zu können, wird DVS mehrere CLIPSTER-Postproduktions-Systeme stellen, die diese besonders rechenintensiven Vorgänge stark beschleunigen.

Um die dafür nötigen HD-Videosignale verlustfrei zwischen den Rechenzentren von Berlinale und Colt austauschen zu können, richtet die Firma VIDI eine HD-SDI-Übertragung mit vier Kanälen ein.

Um alle Prozesse von der Prüfung und Übertragung der Filme über die Verwaltung der Filmschlüssel bis zur Überwachung der Vorführungen zentral vom Film-Office aus steuern zu können, setzt die Berlinale eine speziell hierfür entwickelte Software ein.

Um auch in den Kinos einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, haben die Audio-Spezialisten von Dolby schon vor dem Festival die Tonanlagen in über 50 Spielstätten geprüft und den Standards entsprechend eingestellt.

Barco, weltweiter Experte für Digital-Cinema-Projektoren, kooperiert erneut mit der Berlinale. Barco unterstützt das Festival u.a. mit einer Auswahl an DP2K- und DP4K-Digital-Cinema-Projektoren, die benötigt werden, um die temporären Spielstätten der Berlinale in moderne Kinosäle zu verwandeln.

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